Sommer / Schottland

Heute geht es zeitig los Richtung Norden, denn wir wollen ja irgndwann mal in Schottland ankommen. An Sunderland kommen wir vorbei.



Und denken wir sind in Griechenland. Was das wirklich ist, erschließt sich uns nicht, aber egal. Wir haben andere Ziele.



Es geht ab von der Hauptstraße und ich erkenne GB wieder, dass sind die Straßen, die mir gefehlt haben. Schön ist das irgendwie. Auf diesen Pfaden erreichen wir.



Bamburgh. Ein Ort aus Carolins Englischbuch, dessen Besuch sie sich gewünscht hatte.



Auf dem Parkplatz vor dem Schloss nehmen wir unser Mittagessen um 12:15 Uhr ein und starten dann unseren Rundgang.



Oben von dem Schloss kann man die Farne Islands sehr gut sehen. Im Schloss herrscht wie üblich Fotoverbot. Allerdings gefällt uns das Schloss/Burg außerordetnlich gut, denn es ist alles noch sehr wohnlich und vieles aus dem 16. bis 17. Jahrhundert noch erhalten und wie es scheint nach den Besucherströmen - die hier oben schon eher mager sind - auch noch in Gebrauch.



Von unten werfen wir nochmal ein Blick auf das gewahltige Bamburgh Castle bevor wir zum Grace Darlin Museum laufen. Hier ist es zwar nur 18 Grad warm, aber bei einer Luffeuchtigkeit von ca.: 80 Prozent auch nur schwer erträglich.



Im Museum herrscht auch Fotoverbot. Aber mit unserer Story, dass Carolin diesen Hinweis aus dem Englischbuch hat, wir deshalb aus Deutschland angereist sind und sie daher ein Beweisfoto möchte, können wir im Vorraum dieses Foto machen. Das Museum selbst besteht nur aus zwei Räumen, das eine zeigt  das Leben der Leuchtturmfamilien zwischen 1800 und 1900. 1838 soll dann Grace Darling mit Ihrem Vater in einem Holz-Ruderboot, welches in dem zweiten Raum steht, 9 Personen eines Schiffunsglücks bei stürmischters See von den Inseln geholt haben. Daraus entstand dann später die RNLI das ist das Gegenstück zur deutschen DGZRS bzw. DLRG, da dieses in GB in einer Organisation vereint ist. Diese unterhalten auch das Museum.



Oberhalb des Museums ist noch ein Raum der eine Aussichtsplattform zur Beachbachtung darstellen soll. Sein Blick kann man von dort Richtung Meer und auf den Friedhof richten.



Auf diesem Friedhof liegt hier Grace Darling, die 1942 - nur 4 Jahre nach Ihrer Heldentat im Alter von 26 Jahren an Tuberkulose verstarb und dort im aufwendigsten Grab begraben liegt.

Ok jetzt ist gerade mal 15:30 Uhr, mehr gibt der Ort nicht her und über Nacht dürfen wir hier nicht stehenbleiben.



Wir machen den Sprung weiter Richtung Norden und erreichen die Schottische Grenze. Geschafft, wir sind in Schottland.



Auf einem 5 Van Platz finden wir einen Stellplatz und werden südlich von Edingburg die Nacht verbingen. Der morgige Tag ist noch nicht wirklich geplant. Wir müssen uns erstmal mit dem Kalender auseinandersetzen.

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Heute morgen geht's Richtung Edingburgh. Wir haben den Stellplatz schon früh verlassen und finden recht schnell einen Parklplatz mitten in der Stadt unterhalb des Schlosses.



"Wo bitte geht's hier raus?"

So geht's nach Edingburgh in die Innenstadt



"Enge Straßen mit schönen alten Häusern ...."



"... und der erste Blick auf Edingburgh Castle"



"Und hier stehen wir..."

Und mit diesem tollen Blick lassen sich die 8 Pfund Parkgebühren schon etwas besser ertragen, aber trotzdem müssen wir und sputen, denn die Parkdauer ist auf 4 Stunden begrenzt. Also auf geht's.
Gott sei Dank ist am Ticket-Center noch nicht viel los und wir können nach gut 20 min Wartezeit ins Schloß selbst. Für Caro haben wir einen Audio-Guide gebucht, wir werden uns die wichtigsten Sachen auch so übersetzen können.



"Die erste Pause, Kultur ist anstrengend..."

Weiter geht es mit dem Rundgang durchs Schloss, hier und da genießen wir den Ausblick über die Stadt oder schauen uns noch das ein oder andere Stück "Geschichte" an.



"Der Blick über die Stadt durch eine Schießscharte"



" Im Speisesaal des Königs....."

Aber auch unser Womo lässt sich durch das ein odere andere Fenster sehen und es scheint alles in Ordnung zu sein....



"Hier stehe ich und warte brav auf euch"

Der für Schottland obligatorische Dudelsack-Spieler nebst Touri-Foto darf natürlich auch nocht fehlen und nochmal ein Blick auf die Westseite der Stadt.



"Bitte recht freundlich..."



"Blick auf die Westseite der Stadt"

So genug der Kultur. Wir haben noch etwas Zeit und bisdahin machen wir noch einen kleinen Stadtbummel und genehmigen uns noch eine Pizza bei Pizza-Hut.



"Frauen tragen eigentlich keine Schottenröcke, aber...."

Nichts aber. Wir stellen erschrocken fest, dass jetzt aber doch Zeit wird zum Womo zurückzukehren, denn die Parkzeit läuft ab und wir wollen weder einige zusätzliche Pfund in die Stadtkasse in Form eines Knöllchen investieren, noch bei der Polizei über die Notwendigkeit einer Parkkralle diskutieren. Trotzdem schaffen wir es noch pünktlich und machen uns auf in Richtung Norden nach Stonehaven.



" Wir verlassen Edingburgh über die Forth Road Bridge gen Norden"

Wir kommen schnell voran und erreichen, nach wunderschönen Landschaften mit tollen Licht- und Farbeffekten, die nächst größere Satdt: Dundee. Auch hier gehts wieder über eine Brücke und mit ziemlich verwirrender Verkehrsführung mitten durch die Stadt hindurch.



"Mitten drin und live dabei: Dundee City"



"Nicht immer, aber immer öfter ohne Regen präsentiert sich die Landschaft"

Nach gut weiteren 40 Meilen nähern wir uns langsam dem Ziel der heutigen Etappe: Stonehaven.
Hier soll es, lt. einigen Reisenberichten die Geburtsstadt des "fried Mars Bar", des fritierten Mars-Riegel sein.



"Sie haben das Ziel erreicht"


Aber ersteinmal fahren wir in das Örtchen rein und müssen feststellen, dass für unsere Größe keine Parkplätze vorgesehen sind.



"So empfängt uns Sonehaven"


Nach mehreren Runden durch die "Innenstadt" folgen wir dem Hinweis "Caravan Park" und parken auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz, bzw vor einem "Leisure-Center". Dieser Platz kostenlos ist, checken wir mal in aller Ruhe die Lage.
Caro tollt ein wenig auf dem angrenzenden Spielplatz, schon mehr ein Abenteuer-Spielplatz; Mario holt Infos von dem Campingplatz ein und ich verstaue derweil schonmal alles entsprechend im Womo.

Da wir heute schon reichlich viel gesehen haben und auch unser Duci kräftig gearbeitet hat, wollen wir eigentlich weiter, aber da hier überall "no overnight sleeping" gilt, sieht es danach aus, dass wir vielleicht doch noch weiter müssen. Denn wir wollen morgen mal ein Ruhetag einlegen und es mal ganz langsam angehen lassen.
Nach einer guten 1/4 Std kehrt Mario zurück und meint, auf dem Campingplatz sei noch etwas frei und mit 14 Pfund auch recht günstig. So können wir dann alle Duschen gehen und sparen somit an unserem Gasvorrat.
Nach einer kurzen Lagebesprechung entschließen wir uns für eine Nacht zu bleiben und morgen nur eine kurze Etappe zu machen. Ich helfe Mario noch beim Ausparken, denn es ist schon eng hier auf dem Parkplatz und die Schotten parken ebenfalls sehr geizig...
Warum nur ein Auto in die Parklücke stellen, wenn noch ein zweites dahinter passt. Also mogeln wir uns aus der Parklücke und fahren entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung vom Parkplatz herunter. Wir ernten zwar ziemlich böse Blicke von einer Dame, aber als sie die wirkliche Größe unseres Fahrzeuges wahrnimmt macht sie freiwillig Platz...
Wir fahren zum nahegelegenen Campingplatz und Mario will einchecken. Weit und breit keiner am "Office" zu sehen, aber der stellv. Platzwart meint, sein Chef müsse erst noch die Toiletten säubern.
Ich mache mich derweil mal zum ca 80m entfernten Spielplatz und schaue mal nach, was Caro so macht...
Wir beider kehren nach gut einer 1/4 Std zurück und Mario wartet immer noch.....

Wir schaffen es doch immerhin nach gut 40min auf den Platz zu kommen und die nächsten 3 Fahrzeuge hinter uns auch noch. Nur das Womo aus Dinslaken, welches wir kurz hinter Edingburgh auf der Autobahn überholt hat, wird kein Einlass gewährt, der Platz ist voll.



"Wenns mal wieder länger dauert..."

So, nachdem wir alles verstaut, die Fahrräder abgeladen haben, machen wir uns auf in die Stadt. Eigentlich hatten wir gedacht, wir könnten noch ein paar Bahnen im Freibad gleich neben an schwimmen, aber bei 12,20 Pfund für uns alle, ist uns die Lust gründlich vergangen.

Nun denn, wir fahren am Strand entlang und sind auch schnell im Städtchen angekommen. Mario springt noch kurz zur Tourist-Info herein und holt einige Infos über Schottland.
Der Linksverkehr auf dem Fahrrad klappt auch ganz gut und schnell landen wir vor dem gewünschten "The Carron", dem Fish-and-Chip-Laden mit den Marsriegeln. Da es Abendbrotzeit ist gibt es ersteinmal eine kleine Portion Fish-and-Chips für Caro und Mario.



"Guten Apetitt"

Damit später noch Platz für den Marsriegel bei Caro ist, haben wir folgende Taktik gewählt:
1. ich "helfe" ein wenig mit, sprich wir teien uns die Portion,
2. wir machen erst noch eine kleine Cache-Runde zum verdauen...




"Der Ritt auf dem Delphin"




"The Carron, die zweite
. Auf zum Marsriegel"



"Und so sieht er aus...."



"Und so schmeckt er.... gut"



"Und so werden die Blumenampeln hier in Schottland gegossen"

Mit vollen Bäuchen, insbesondere Caro, schwingen wir uns wieder auf unsere Fahrräder und radeln entlang der Promenade wieder zurück zum Campingplatz.
Diesmal muß der Seehund dran glauben und als Photomotiv herhalten.



"Mit Fisch im Maul und im Bauch kann man viel ertragen..."

Nach diesem Photo-Shooting kommen wir endlich wieder an, aber Caro möchte noch ein wenig auf dem Spielplatz rumtollen und wir sitzen derweil auf der Bank und warten. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bergen und wir quittieren dies sofort mit Anlegen eines "Hühnerkombis", sprich uns ist einfach kalt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und einem Plausch mit einer Schottin lässt Caro sich auch dazu bewegen zum Womo zurück zu kehren.
Mario macht noch einen Cache in der Nähe, Caro schaut noch ein wenig fern und ich beschäftige mich mit dem Reisebericht.
Es war ein schöner, aber auch anstrengender Tag, der entgegen aller Wettervorhersagen sehr sonniger war.



"Mars bringt verbrauchte Energie wieder zurück..."

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Heute sollte es ein ruhiger Tag werden. Allerdings verlassen wir Stonehaven, da der Campingplatz nicht toll ist. Hier wird uns wieder klar, warum wir den etwas teureren The Caravan Club gewählt haben, denn der in Stonehaven gehörte zu dem Camping and Caravan Club und dessen Qualität ist erheblich geringer. Duschen war dort eine Zumutung. Naja dann machen wir uns auf den Weg.



Durch ein Naturschutzgebiet "Cairngorms National Park" hier soll es besonders schön sein. Und die Straßen brittisch interresant.



Auch ist heute das Wetter Schottisch. Nichtmal die Police will uns anhalten, obwohl heute Petra fährt.



Brücken, ob schmal



oder Spitz müssen bezwungen werden. Hürden die wir aus Südengland ja bereits kennen und inzwischen lieben.



Natürlich haben wir auch mal gecacht zwischendrin. War zwar etwas weiter ab vom Wohnmobil aber hat trotzdem Spass gemacht.



Wunderschöne Blicke über das Land entschädigen für das recht schlechte Wetter.



Auf geht es weiter auf der Highland Touristik Route. Highland ist schon echt für die 120 km haben wir eine Fahrzeit von fast 2 Stunden benötigt.



Bei solchen Steigungen und Gefällen ist das aber auch nicht verwunderlich.



Diese tolle Straße führt in ein Skigebiet, und da müssen wir hoch.



Oben auf 708 Metern liegt aber kein Schnee und der Lift ist wegen extremen Nebel auch außer Betrieb.



die weiteren  Lifte sehen nicht sehr vertrauenswürdig aus und behergen zudem eine Unmenge von Schafen.



Die Straße ins Tal ist dann wie eine Achterbahn und unerschrockene Wanderer gibt es bei dem Wetter hier oben auch.



Fürsorgliche Schafsmütter stellen diese Schilder auf...



... bevor ihre Kinder (Schäfchen) die Straße hinter einer Kurve überqueren.



Nun beginnt nach den Bergen der Whisky Trail. Wir aber haben nach der Berg und Talfahrt genug.



Das ist unsere heutige Höhenlinie von 0 Meter am Meer in Stonehaven bis zum höchten Pass auf über 700 Meter. Jetzt stehen wir bei ca. 200 Meter Höhe auf einem Campingplatz in Grantown on Spey.



Dieses Wetter lässt unsere Lust auf Aktivitäten sinken.



Wir lesen somit nach dem Kaffetrinken etwas.



Und schlagen uns mit ungezogenen Hasen herum.......



während es draußen sehr triste ist. Morgen soll es nur noch weiter nach Inverness gehen, wo wir bis Sonntag bleiben wollen. Morgen soll das Wetter zudem auch wieder besser werden.

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