Wer uns genauer kennt, weiß auch, dass wir nicht wirklich  gerne zelten, wandern oder uns sonst irgendwie länger in der Natur aufhalten mögen und nicht gerade als „wetterfest“ gelten.
Wenn Urlaub, dann sollte es schon eine feste Behausung mit gewissen Komfort sein, also eine Ferienwohnung. Weiterhin sollte sie relativ zentral gelegen sein, sodass man einiges unternehmen kann. Vornehmlich irgendwelche Parks, sei es Zoo, Freizeitpark oder ähnliches......
Doch dann kam Harsewinkel und das Flugplatzfest der Modellflieger Pfingsten 2007 und Mario und ich ließen uns zum erstenmal auf das Abenteuer Campen ein, da wir dort beruflich zu tun hatten.
Wir haben uns einen umgebauten VW T4 – Danke Rene – ausgeliehen, nicht wirklich alles eingepackt, was man zum Campen  braucht und los ging das Abendteuer. Selbst nach 3 Tagen waschen unter freiem Himmel mit wirklich kaltem Wasser, nicht duschen, Frühstücken mit Regen in der Kaffee-Tasse, Anzünden des Campingkocher an einer nicht ganz verloschenen Fackel vom Vorabend – wir hatten sogar das Feuerzeug vergessen -  und Toiletten, die nicht wirklich ausreichend für die Menge Teilnehmer waren, hat uns der „Wohnmobil- und Caravanvirus“ infiziert.
So kamen wir auf die Idee, ein Wohnmobil vielleicht auch privat und geschäftlich nutzen zu können.

Aber ist das wirklich etwas für uns ????
Um dieses herauszufinden, sollte man sich vorher diverse Modelle anschauen, sich auch mal länger wie 2 Minuten mit voller Familienbesetzung darin aufhalten und schlussendlich sich eines mieten.
Das Reiseziel wurde auch langsam aber sicher immer mehr eingekreist, bis sich schließlich England herauskristallisiert hat. Gründe dafür gab es schließlich genug.
Caro beginnt in der Schule mit Englisch-Unterricht und soll auch gleich erfahren, wie wichtig es ist, eine Fremdsprache zu beherrschen mit der man sich fast weltweit verständigen kann.
Hinzu kommt das meist nicht ganz so freundliche Wetter in England. Hier kann man prima herausfinden, ob man wirklich auf ca. 20 m² miteinander leben kann, ohne gleich einen „Wohnmobil-Koller“ zu bekommen und am liebsten sofort zu Fuß nach Hause gehen möchte, sei es noch so weit.
Und natürlich die Sehenswürdigkeiten in London und zu guter letzt ich bin auch noch nie dort gewesen.
Anfang Januar 2008 war es dann soweit und wir haben beim ADAC
ein Wohnmobil gemietet:
        
Das sollte Ostern unser Heim für zwei Wochen sein.
7, 50m lang, 3,20m hoch und 2,30m breit und komplett mit Küche, Bad und 4 festen Betten ausgestattet.
Fehlt nur noch ein Name für unser „Womo“, denn ohne Name geht kein „Womo“ auf Fahrt. Wegen des Alkovens taufen wir ihn für die 14 Tage  „Nasenbär“.
Das Abendteuer kann beginnen und je näher der Abreisetermin kommt, desto mehr Zweifel kommen auf, ob wir wirklich „womotauglich“ sind .
In den verbleibenden Wochen planen wir ein wenig unsere Tour.
Es sollen ca. 5 Tage Südengland werden und anschließend noch 5 Tage London mit „Kultur pur“.
Schon bei der Planung erleben wir einige Überraschungen. Man sollte auch Ostern die Campingplätze vorbuchen. Aber um dies zu können,
sollte man besser, damit das finanzielle Loch der Reisekasse nicht immer größer wird, Mitglied in einem der beiden Campingclubs von England werden. Wir haben uns für den „The Caravan Club“ entschieden. Es sollte sich noch herausstellen, dass dieses eine gute, wenn auch nicht ganz billige, Entscheidung gewesen sein sollte.
Nach und nach fügt sich dann eins zum anderen und so langsam überwiegt die Vorfreude den Zweifeln und dann geht es endlich los.

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