Italien

Man, war das eine Nacht.
Das Gewitter war schon heftig und an schlafen war nicht zu denken. Irgendwie meinte es immer wieder von den Bergen zurück zu kommen und neu Anlauf zu nehmen. Es hat ungefähr 2 Stunden gedauert bis der Regen und auch das Gewitter nachgelassen hat. An Schlafen war in dieser Zeit nicht wirklich zu denken.

Dementsprechend müde sind wir heute morgen dann um 8:30 Uhr aufgestanden.
Ich habe mich dann mal per Fahrrad auf die Suche nach einem Bäcker gemacht und bin auch fündig geworden. Immerhin hat mein Italienisch für eine Brötchenbestellung gereicht. Die leckeren „Cornettis“ waren leider schon alle.

Viel haben wir en heutigen Tag nicht mehr unternommen, sondern haben uns am Pool oder am Womo unter der Markise gelümmelt und die Seele baumeln lassen.

 

Heute morgen hat es Mario einmal versucht Brötchen zu holen, aber auch bei ihm waren die Cornetti ausverkauft.
Caro fand das gar nicht witzig und musste  mal ein wenig rummotzen, aber durch gelungenes Ignorieren unsererseits war dieser Anfall auch recht schnell vergessen.

Eines macht uns allen zu schaffen, die Hitze zusammen mit einer Luftfeuchtigkeit von fast 70%.
Aber selbst die Gewitter bringen keine Abkühlung, sondern im Gegenteil. Die Luftfeuchtigkeit steigt immer mehr an, ebenso die Temperatur. Fast bis auf 35° C.

Den Tag heute verbringen wir wieder auf dem Stellplatz und am Pool.
Mario muss nur einmal zwischendurch seinem unbändigen Bewegungsdrang gerecht werden und radelt mal zum Gardasee. Nach einer guten Stunde kommt er klitschnass, aber guter Dinge wieder zurück.

Das obligatorische Abendgrillen wird ziemlich schnell durch ein heraufziehendes Gewitter beendet.
Wir nutzen dieses, um heute früh ins Bett zu gehen, da wir morgen Richtung Venedig weiter wollen.

Gegen 9.30 Uhr verlassen wir den Stellplatz und fahren zu einem naheliegenden Lidl, um unsere Vorräte noch einmal vor dem Campingplatz-Besuch auf zu stocken.
Nicht der Standard wie uns, aber immerhin bekomme ich alles, was wir brauchen und Mario wartet schon ziemlich nervös vor dem Auto. Leider gibt es hier überhaupt keinen womo-freundlichen Parkplatz und so muss alle sehr schnell gehen.

Nach einer guten halben Stunde sind wir wieder „on the Road“ und halten noch mal zwischendurch in einer „Zona commerciale“ und bummeln wenig durch die Geschäfte dort.
Es erinnert uns doch sehr an unsere heimische City-Galerie, also einem Einkaufstempel mit vielen kleinen Geschäften.
Zum Glück gibt es hier auch einen Baumarkt, wo wir Sekundenkleber bekommen, um eine Leiste im Bad wieder befestigen zu können. Sie hat nämlich in der Hitze der letzten Tag den Dienst versagt und sich vom Kleber und somit von der Wand verabschiedet.
Einige andere Dinge werden ebenfalls dort och besorgt, wie zum Beispiel Fußmatte, Lackstift für unsere Stoßstange, Autan und noch weitere Citronella-Kerzen. Es wurde uns in Colà vom Stellplatz-Nachbarn ans Herz gelegt.

Caro kommt endlich zu ihrem cornetti und auch zu einem gelati. Auch ein Andenken aus dem Lusch-Laden darf nicht fehlen.

Nach gut zwei Stunden setzen wir uns wieder in Bewegung und halten den Kurs auf Venedig zu, besser gesagt auf den Campingplatz „Marina di Venezia“ in Cavallino, in der Hoffnung dort noch einen freien Platz zu ergattern.

14:45 Uhr kommen wir in Cavallino an und stellen fest, hinten anstellen bleibt auch uns nicht erspart.
Caro, Mario und ich finden das nicht so toll und beraten uns kurz.
Ergebnis: Mario bleibt beim Auto uns Caro und ich schnappen uns eine Funkquetsche und „sind dann mal weg“ zur Rezeption.
Ca. 300m Autoschlange mit lauter Pommesbudenzieher lassen wir hinter uns und ich spreche den ersten Mitarbeiter den an der Rezeption, den ich finden kann mit einem doch sehr bruchstückhaften Italienisch an. Es klappt erstaunlich gut und Mario darf dann schon mal bis zur Rezeption vorfahren.
Er glaubt es nicht wirklich, aber Caro kann ihm durch aus glaubhaft versichern, dass dies so korrekt ist.
Funkquetsche sei Dank und wir brauchen nicht die ganzen 300m zurücklaufen.
Als erstes müssen wir sämtliche „documenti“, also Personalausweise abgeben, bekommen dafür ein Bändchen ums Handgelenk. Cluburlaub lässt grüßen.....
So langsam erahnen wir, was der nette Kollege in Sterzing mit „da ist Kirmes“ meinte, als wir erzählten, dass wir dort hin wollten.
Unterdessen kommt Mario sich ganz wichtig vor, als er einem „follow-me“-Fahrrad des CP´s folgt und auf Anweisung einer durchaus hübschen Mitarbeiterin einen Parklplatz innerhalb des CP´s ansteuern darf....

Wir müssen noch bis 15:00 Uhr dort warten und dann dürfen wir uns auf die Suche nach einem freien Stellplatz machen.
Und nun geht sie los, die Kirmes.
Als erstes ernten wir mal ziemlich böse Blicke von denjenigen, die erst jetzt einchecken und somit deutlich später dran sind, aber auch  mit der Suche selbst ist es schon kein Spaß.
Auf einem Lageplan hat uns die freundliche Dame an der Rezeption, die für uns in Frage kommenden Plätze rot umrahmt und los geht’s.
Zur groben Orientierung, es sind ungefähr 8.500 Plätze vorhanden und für uns kommen ca. 5.000 in Frage.

Nach einer guten halben Stunde werden wir dann doch noch fündig, haben aber einige Probleme mit dem Einparken.
Letztendlich gelingt es nach guten 20 min. und Gott sei Dank ohne Schrammen und Macken und wir sind froh den ersten Teil der „Kirmes“ zügig hinter uns gebracht zu haben.

So, jetzt gibt es erst einmal ein Kaffe für Mario, ein Tee für mich, damit sich die Nerven mal wieder etwas abkühlen können.
Caro ist bereits in den Auqua-Marina-Park, ein riesiges Freibad-Areal entschwunden.
Wir genießen die doch etwas angenehmeren Temperaturen.

Gegen Abend bringen wir dann unsere Anmeldung weg, bekommen noch sog. Camping-Pässe, sind aber immer noch ohne „documenti“ unterwegs. Aber das werden wir morgen lösen.

Ebenso schauen wir uns mal die vorhanden Einkaufsmöglichkeiten mal an und stellen dabei fest, das es nicht wesentlich teurer ist wie zu Hause.
Der Supermarkt ist recht groß und dank des Spar-Markt-Sortimentes recht gut sortiert.
Den Abend lassen wir ganz gemütlich mit Grillen und spielen ausklingen.
Allerdings flüchten wir bei Einbruch der Dunkelheit ins Womo-Innere wegen der vielen Mücken.

Unsere Klima hat brav ihren Dienst verrichtet und uns angenehme 23° C bei einer sehr angenehmen Luftfeuchtigkeit beschert.

Der Schlaf wird nur von dem obligatorischen Gewitter mit Regen unterbrochen.

 

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Heute steht nur faulenzen an, was wir auch dementsprechend tun.

Der Strandausflug an den CP eigenen Strand wird schon nach 15 min wieder beendet, da ein Gewitter aufzieht, welches auch sehr schnell dann kommt. Wir schaffen es gerade noch alle Strandutensilien trocken in die Heckgarage zu werfen  und flüchten uns ins innere des Wohnis.

Wir genießen mal nicht draußen zu sein, ich lese ein wenig, Mario beschäftigt sich mit dem Laptop und die Planung für unseren Ausflug nach Venedig und Caro spielt mit ihrem Nintendo.

Gegen Nachmittag klärt sich das Wetter wieder ein wenig auf, aber abgekühlt hat es durch das Gewitter nicht, sondern nur deutlich die Luftfeuchtigkeit nach oben getrieben.
Aber so langsam gewöhnen wir uns daran. Abends grillen wir dann noch und lassen den Abend ausklingen.

Caro verbringt den heutigen Vormittag in dem CP-eignen Kids-Mini-Club, Mario und ich genießen die freie Zeit ein wenig und bummeln über die Piazzia des CP und gönnen uns jeder ein gelati.

Nachmittag lümmelt jeder ein wenig hier und da rum, macht nur die Sachen wozu er Lust hat.

Am späten Abend, es ist bereits 22:00 Uhr machen wir uns dann noch mal auf zum Strand und bestaunen ein wunderschönes Feuerwerk. Dieses gibt es wohl nur einmal im Juli und einmal im August.

Gegen 24:00 Uhr liegen wir dann alle in den Betten und haben dank unserer Klimaanlage eine relativ angenehme Temperatur von ca 24°C im Innenraum. Draußen herrschen immer noch 25°C bei ca. 80% Luftfeuchtigkeit.
Aber wirklich gut schlafen wir dennoch nicht, denn es ist einfach zu warm.......

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